Minimalismus: Ein großer Schlüssel zur Freiheit

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Kennst du das? Du stehst morgens auf und möchtest dir einen Kaffee machen. Doch deine teure Siebträger-Kaffeemaschine hat andere Pläne – sie beginnt erst einmal ein ausführliches Reinigungsprogramm und teilt dir mit, dass du nun etwa 20 Minuten auf deinen Kaffee warten sollst. Also heißt es, Ruhe bewahren, auch wenn es erst 6 Uhr morgens ist, und sich nicht stressen lassen.

Nach einer manuellen Zahnreinigung und ohne Kaffee geht es dann zur Arbeit. Doch schon beim Starten des Autos piept es – eine Inspektion ist nötig. Klasse, jetzt steigt der Puls, wenn Dinge bestimmen, was wir zu tun haben, und sogar an stressigen Tagen andere Pläne haben als wir.

Viele Dinge versprechen uns, unser Leben einfacher und besser zu machen. Aber ist das wirklich so? Ich habe für mich festgestellt: Wer viel hat, hat auch viel zu kümmern!

Was ist Minimalismus?

Genervt von dieser Situation, habe ich den Minimalismus für mich entdeckt. Minimalismus ist mehr als nur eine ästhetische Vorliebe für schlichtes Design oder leere Räume. Es ist eine Lebensphilosophie, die uns dazu ermutigt, bewusst zu wählen, was in unserem Leben wirklich von Wert ist. Minimalismus fordert uns auf, uns von überflüssigem Ballast zu befreien, sei es in Form von physischem Besitz, überflüssigem Stress oder ungesunden Beziehungen.

Ein zentraler Aspekt des Minimalismus ist die Reduktion von materiellem Besitz. Statt uns von Dingen erdrücken zu lassen, die wir nie verwenden, konzentrieren sich Minimalisten auf das, was wirklich wichtig ist. Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass man auf alles verzichten muss, sondern vielmehr, dass man bewusste Entscheidungen darüber trifft, was man besitzt und warum. Der Minimalismus lehrt uns, dass weniger oft mehr ist und dass wir mehr Freude und Erfüllung aus dem ziehen können, was wir haben, wenn wir uns auf das Wesentliche konzentrieren.

Und das Spannende ist – es funktioniert! Minimalismus erstreckt sich jedoch nicht nur auf physischen Besitz, sondern auch auf unseren Zeitplan und unsere Verpflichtungen. Indem wir unsere Verpflichtungen auf das reduzieren, was wirklich wichtig ist, schaffen wir Raum für mehr Freizeit, Selbstfürsorge und die Dinge, die uns wirklich am Herzen liegen. Wir können uns auf unsere Leidenschaften und Interessen konzentrieren, anstatt uns in der Hektik des Alltags zu verlieren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Minimalismus ist die Entschleunigung. In einer Welt, die von ständiger Eile geprägt ist, ermutigt uns der Minimalismus, innezuhalten, unsere Prioritäten zu überdenken und den Moment zu genießen. Dies hilft nicht nur, Stress abzubauen, sondern fördert auch unsere geistige Gesundheit und unser Wohlbefinden.

Minimalismus bietet uns auch die Gelegenheit, unsere Umweltauswirkungen zu reduzieren. Durch bewussten Konsum und die Reduzierung von überflüssigem Verbrauch können wir zur Nachhaltigkeit beitragen und unseren ökologischen Fußabdruck verringern.

Schließlich stärkt der Minimalismus unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Wenn wir uns auf die Menschen konzentrieren, die wirklich wichtig für uns sind, anstatt uns in oberflächlichen Bekanntschaften zu verlieren, können wir tiefere Verbindungen aufbauen und unser soziales Leben bereichern.

In der heutigen Zeit, in der wir oft von Konsum und Ablenkungen umgeben sind, kann der Minimalismus uns auf den Pfad zu einem erfüllteren Leben führen. Er erinnert uns daran, dass Glück und Zufriedenheit nicht durch materiellen Besitz oder oberflächliche Erfahrungen erreicht werden, sondern durch bewusste Entscheidungen, die unsere Werte und Prioritäten widerspiegeln.

Es ist an der Zeit, den Minimalismus als einen Lebensweg zu betrachten, der uns dabei hilft, unsere Zeit, Energie und Ressourcen auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Ich lebe nun seit 3 Jahren im Wohnmobil, was natürlich per se eine minimalistische Lebensweise mit sich bringt. Ich kann euch sagen, ich war noch nie so frei und zufrieden in irgendeiner Wohnung. Natürlich muss nicht jeder im Wohnmobil leben, aber jeder kann für sich überlegen, was er wirklich braucht.

Minimalismus in deinen Zielen

Quantität vs. Qualität – Es bringt dir nichts, tausend Ziele und Möglichkeiten hinterherzulaufen. Fokussiere dich! Ein häufiger Fehler ist eine Unentschlossenheit und mangelnder Fokus. Wir versuchen, alles gleichzeitig zu erreichen, was oft dazu führt, dass nichts mehr klappt. Auch bei deinen Träumen und Projekten gilt Minimalismus. Ich will nicht sagen, dass du deine Träume klein halten sollst – im Gegenteil, träume groß!

Aber realisiere deine Träume nacheinander und plane genau, wo dein Fokus liegt. Hier kann dir ein Projektplan helfen. Er kann dir helfen, deine Träume zu priorisieren und zu planen, sodass dein Fokus immer auf dem nächsten Schritt liegt.

Meine Tipps

Ausmisten, Ausmisten, Ausmisten – Fangt an, alles Überflüssige loszuwerden und verkaufe deine überflüssigen Sachen. Spare dein Geld lieber sinnvoll.

Geld ist Zeit – Zeit ist Geld!! Ich mache z.B. regelmäßig mit meinen Freunden einen Flohmarktstand. Das macht Spaß und bringt ein feines Taschengeld. Sektchen und Kekse und ihr habt einen großartigen Tag 😉 Außerdem tauschen wir auch Kleidung, das spart Geld und du kannst dich darüber freuen, dass deine Sachen in gute Hände kommen.

Verzichte auf zu viele Onlinekäufe – Die Versuchung ist groß, ich weiß. Weil jedes Produkt mittlerweile so schnell verfügbar ist, kaufen wir oft unnötige Produkte. Denke mehrfach nach, ob du das wirklich brauchst. Überlege, wie lange du für dieses Produkt arbeiten musst. Ist der Pullover es wirklich wert, dafür zwei Tage zu arbeiten? Oder würdest du diese Zeit lieber am Strand mit Freunden verbringen?

Bleib dran – Minimalismus ist keine einmalige Aktion, sondern eine Lebenseinstellung. Wie bei allem, ist Kontinuität hier König. Mache es dir zur Routine, regelmäßig deinen Haushalt zu reduzieren, bis du auf einem minimalen Maß angelangt bist. Ich habe etwa drei Jahre gebraucht, um nun an einem Punkt zu sein, an dem ich mit meinem Wohnmobil und vielleicht drei Kartons alles habe, was für ein perfektes, freies Leben nötig ist. Eine Strategie hierfür könnte sein, jeden Tag ein Teil weniger zu besitzen, und wenn du etwas Neues kaufst, müssen genauso viele Teile gehen.

Weitere Infos und Gedanken zum Thema Minimalismus findest du in meinem Podcast:

Bereit für den Ausstieg?

Du spürst, dass es Zeit für Veränderung ist, und träumst davon, deinem Leben eine neue Richtung zu geben? Ob du nun nach einer kurzen Auszeit dürstest oder einen kompletten Lebenswandel anstrebst – ich begleiten dich auf diesem spannenden Pfad.